Das „Sammlungen-Projekt“

Zehnjährliche Überprüfung

Wie alle französischen Museen muss das Musée de la Loire seine Sammlungen alle zehn Jahre überprüfen. Jeder einzelne Gegenstand der Sammlungen (mehr als 2.200 davon im Musée de la Loire) müssen zur Bestätigung folgender Punkte gegen die Inventarverzeichnisse überprüft werden:

  • die Existenz des Objekts und sein Standort
  • seine technischen Angaben (Maße, Materialien usw.)
  • sein Zustand
  • seine Inventarnummer und Kennzeichnung.

Was ist ein „Sammlungen-Projekt“?

Für seine erste Überprüfung hat das Musée de la Loire ein „Sammlungen-Projekt“ eingerichtet, sodass es die Handhabung aller Werke während der Überprüfung zu seinem Vorteil nutzen konnte, indem es die Gelegenheit ergriff, seine Konservierungs- und Dokumentationsmethoden zu verbessern. Das bedeutet, dass jedes Werk, das von den Museumsmitarbeitern gehandhabt wird,

  • abgestaubt wird
  • fotografiert wird
  • in ein elektronisches Verzeichnis gebucht wird, das auch als Dokument-Datenbank dient
  • in einer Verpackung gelagert wird, die für die Materialien, aus denen es hergestellt ist, geeignet sind
  • falls zutreffend, restauriert wird.

Gleichzeitig wird der Bestand neu organisiert.

Alle diese Maßnahmen, die in erster Linie auf die Konservierung der Werke abzielen, werden zu einem besserem Verständnis der Museumssammlungen führen, sodass es dann möglich sein wird, die gezeigten Objekte der permanenten Sammlungen regelmäßiger zu erneuern und neue Ausstellungen anzubieten. Während die Überprüfung voranschreitet, stellt das Museum seine Sammlungen in der Datenbank Joconde online, die vom französischen Kulturministerium verwaltet wird. Das bedeutet, dass die Sammlungen des Musée de la Loire für ein breiteres Publikum zugänglich werden und dass andere Kulturerbe-Einrichtungen besser mit ihnen vertraut werden, wodurch das Ansehen des Museums gestärkt wird.